Nahaufnahme – vor der Linse statt dahinter : Brigitte Ramhorst

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Elisenbrunnen Aachen gespiegelt

Dies ist die erste "Folge" einer Blog - Serie:

die Nahaufnahme

In den Beiträgen dieser Kategorie möchten wir euch Menschen vorstellen, die die Begeisterung für die Fotografie mit uns teilen.

Es wird eine bunte Mischung verschiedener Persönlichkeiten und Charaktere, die aber eines auf jeden Fall gemeinsam haben:

sie befinden sich meist hinter ihrer Kamera!

Wer ist Brigitte Ramhorst? - kurz vorgestellt!

Ich wohne in der Nähe von Aachen, bin 52 Jahre alt / jung und fotografiere schon seit meiner Jugend. Alles begann im Teeniealter, als mir mein Vater seine damals noch analoge Revueflex AC-X in die Hand drückte und meinte :" mach mal ein Foto von Mama und mir!"

Er sah seine Kamera fortan nicht so oft wieder!

Fotografierte ich noch bis vor 3 Jahren fast ausschließlich im Urlaub, so kam der Spaß an der Fotografie dann richtig mit der Fujifilm X-E2 zurück. Vielleicht weil sie in der Bedienung ähnlich der damaligen Revueflex war.

Zeitgleich begann ich, mich in Facebook-Fotogruppen mit Gleichgesinnten auszutauschen, deren Bilder bzw. Blickwinkel anzusehen und mir das eine oder andere auch abzuschauen.

Irgendwann kam der Wunsch, den einen oder anderen auch mal persönlich kennen zu lernen, woraus sich zunächst einige "Fotowalks" in kleineren Grüppchen oder auch zu zweit entwickelten.

In Geselligkeit macht mir das Fotografieren einfach mehr Spaß als alleine und man kann voneinander lernen und sich austauschen.

Das gemeinsame Hobby verbindet und inzwischen haben sich richtige Freundschaften entwickelt, die ich heute nicht mehr missen möchte.

Zeige uns dein Lieblingsbild und erzähl ein bisschen zur Entstehungsgeschichte und den Einstellungen!

Mein Lieblingsfoto entstand 2016 an meinem ersten Abend in Berlin, einen Tag vor dem Tag der deutschen Einheit.

Nachdem ich den ganzen Tag unterwegs war, das illuminierte Brandenburger Tor und die Film- und Lichtprojektion an der Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Berliner Parlamentsviertel (Titel war: Dem deutschen Volke - eine parlamentarische Spurensuche) angesehen hatte, stapfte ich total groggy über die Marschallbrücke Richtung Hotel.

Dort beobachtete ich zwei Männer auf der Brücke, die mutig ihre Kamera auf das Brückengeländer stellten, um zum Reichstag rüber zu fotografieren.

"Super, machst du morgen abend, hast ja kein Stativ dabei" dachte ich mir.

Schon auf der anderen Uferseite angekommen, blickte ich zurück und sah, dass die beiden zufrieden ihrer Wege gingen und ich dachte : "ach, wer weiß was morgen ist und wo du bist - versuch´s doch auch auf dem Geländer"

Gedacht - zurückgelaufen - gemacht :-)

Ich habe eine Belichtungsreihe von drei Fotos (ISO 200, Blende 4,5,7 und 14 sek. mit 18mm Brennweite) gemacht, die ich zuhause am PC zu einem HDR mit PhotomatixPro zusammensetzte.

Als ich schließlich das fertige Bild auf dem Bildschirm sah, war ich geflasht und überglücklich, dass Foto in DEM Moment gemacht zu haben. An den Folgeabenden wäre ich zum einen tatsächlich nicht mehr dahin gekommen, zum anderen regnete es dann.

Was willst du unbedingt noch fotografieren?

Da gibt es sooo vieles :-) in nah und fern.

Ein Traum wären Polarlichter.

Deine beste Equipmentanschaffung ?

Die beste Anschaffung für meine Fuji war das

Fujinon XF 10-24 mm F4 R OIS

Es ist mittlerweile mein Lieblingsobjektiv und "fast-immer-drauf"

Was-wie-wo fotografierst du am liebsten?

Zu meinen liebsten Motiven gehören Landschaft, Tiere und Architektur - letzteres am liebsten zur blauen Stunde oder nachts.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie eine Stadt nachts ihr Gesicht verändert und wieviel mehr die Kamera nachts im Vergleich zum menschlichen Auge wahrnimmt.

Aber auch das nahgelegene Venn und die Eifel sind lohnende Motivgeber. Ich muss also gar nicht soweit in die Ferne reisen, die Motive liegen vor der eigenen Haustür.

Dein Arbeitsmotto?

Oftmals ist es so, dass ich vor Ort denke, alles fotografiert zu haben  und war auch zufrieden mit den Bildern, die ich auf meinem Kameradisplay so angezeigt sah.

Zuhause stelle ich dann aber häufig fest :"nee, das gefällt mir nicht 100%ig."  Wenn andere dabei waren und ich deren Ergebnisse sehe, folgt darauf oft der Gedanke:"ups, das hab ich wohl übersehen"

Daher hat sich bei mir nach solch einem Fotowalk der Spruch manifestiert:

"Da muss ich wohl nochmal hin !"

Von einigen 100 Fotos eines solchen Tages gefallen mir am Ende eventuell nur 4 bis 5. Aber das ist normal und man darf sich von solchen, oft ernüchternden Ergebnissen einfach nicht entmutigen lassen.

Denn: "es wird besser, mit jedem Versuch"

Brigitte Ramhorst ist hier zu finden:

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2 Replies to “Nahaufnahme – vor der Linse statt dahinter : Brigitte Ramhorst”

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